Über kein anderes Öl wird so kontrovers diskutiert wie Palmöl. Machst du dir auch Gedanken, was ausgerechnet Palmöl in Säuglingsnahrung zu suchen hat? Und warum nicht einfach ein anderes Öl verwendet wird? Genau darum geht es in diesem Artikel.

Wir möchten euch die wichtigsten Fakten über das Palmöl aufzeigen und speziell auf das Thema Palmöl in Säuglingsnahrung eingehen. Warum sich Eltern trotz der vielen negativen Informationen, die man im Internet findet, keine Sorgen um Palmöl in Säuglingsnahrung machen müssen, werdet ihr gleich erfahren. Außerdem haben wir bei einigen Herstellern für Säuglingsnahrung genauer nachgefragt und vielversprechende Antworten erhalten.

Mit unserem Artikel möchten wir aufklären und Missverständnisse, die sich aufgrund falscher Infos im Internet unter den Eltern verbreitet haben, aus dem Weg räumen! Nun aber zu den Fakten.

Was ist Palmöl?

Palmöl ist ein Pflanzenöl, das aus dem Fruchtfleisch der Ölpalme gewonnen wird. Die Früchte werden sterilisiert und gepresst.
Palmkernöl wird aus den Kernen der Früchte erzeugt. Die Kerne werden getrocknet, gemahlen und dann gepresst.

Wieso wird Palmöl so gerne verwendet?

Palmöl wird von Produzenten gerne verwendet, weil es ertragreich und günstig ist. Ölpalmen sind  in etwa drei bis zehnmal so ertragreich wie Raps, knapp fünf bis zehnmal so ertragreich wie Sonnenblumen (je nach Sorte) und mehr als das Zehnfache ertragreicher als Soja. Für den gleichen Ertrag beanspruchen Ölpalmen nur 1/6 der Fläche von Soja. Außerdem sorgt es in vielen Lebensmitteln für die passende Konsistenz und Struktur, ist hitzestabil und lange haltbar.

Die Vorteile liegen also klar auf der Hand. Aber warum hat Palmöl so einen schlechten Ruf? 

Umweltaspekt

Zum einen ist Palmöl wegen seinen umweltzerstörenden Auswirkungen in Verruf geraten. Pro Jahr werden circa 60 Millionen Tonnen Palmöl produziert, Tendenz steigend. Um dem Platzbedarf gerecht zu werden, wurde in den vergangenen Jahren immer mehr Regenwald gerodet. Folgen waren die Zerstörung von Lebensräumen bedrohter Tier- und Pflanzenarten, sowie die Freisetzung von Treibhausgasen. Hinzu kamen Landenteignungen und Vertreibungen der Ureinwohner, Menschenrechtsverletzungen sowie oft katastrophale Arbeitsbedingungen und der Einsatz von Pestiziden auf den Palmölplantagen.

Der größte Anteil an Palmöl (42%) fließt laut WWF derzeit in die Bioenergie und damit in unsere Tanks. 33 % werden für Nahrungsmitteln verwendet.

Dass die Umwelt nicht immer in Mitleidenschaft gezogen werden muss, werdet ihr gleich erfahren. Mittlerweile haben nämlich schon viele Produzenten auf Bio-Palmöl aus nachhaltigem Anbau umgestellt, wo kein neuer Regenwald mehr abgeholzt wird und Rücksicht auf Mensch und Natur genommen wird.

Gesundheitlicher Aspekt

Zum anderen enthält Palmöl, ebenso wie alle tierischen Fette (Fleisch, Wurst, Käse, Butter), einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren, die an der Entstehung von Herz- Kreislauferkrankungen (Gefäßverkalkungen, Herzinfarkt, Schlaganfall) beteiligt sind. Darum sollten Fette, wie Palmöl und tierische Fette, nur in Maßen aufgenommen werden. Beim Essen ist eben alles eine Frage der Menge.

Potenziell schädliche Substanzen in Palmöl

Im raffinierten Palmöl, also bei der industriellen Reinigung von pflanzlichen Fetten und Ölen mithilfe von Wärme, werden oft 2 schädliche Substanzen nachgewiesen:

  • Glycidyl Fettsäureester (GE)
  • Monochlorpropandiol (2-MCPD und 3-MCPD)-Ester

Was machen diese Substanzen im Körper?

Sie stehen im Verdacht:

  • Krebs zu verursachen
  • die Gene zu schädigen

Im menschlichen Verdauungsprozess wird aus Glycidyl Glycidol abgespalten, welches als krebserregend deklariert ist.

MCPD verursachte in Tierversuchen ab einer gewissen Dosis Tumore und schädigte Leber, Nieren und Hoden.

Wie entstehen GE und MCPD?

GE und MCPD entstehen bei der Erhitzung des Palmöls auf ca. 200 Grad. Das ist unverzichtbar, damit Palmöl genießbar wird und damit unerwünschte Rückstände aus Umwelt und Natur, wie zum Beispiel Schwermetalle, entfernt werden. Palmöl hat im Rohzustand außerdem einen spezifischen Geruch und eine orangegelbe bis braunrote Farbe. Durch die Raffination wird das Öl geschmacksneutral und farblos.

Schadstoffe entstehen durch die Raffination

Es kommt generell darauf an, wie hoch Öle bei ihrer Verarbeitung erhitzt werden. Erst bei sehr hohen Temperaturen werden größere Mengen an GE und MCPD erreicht. Dabei können die Stoffe sowohl beim Erhitzen von Palmöl oder anderen Ölen, als auch beispielsweise bei der Röstung von Nüssen entstehen.  Entscheidend ist also nicht nur das Öl, sondern ebenso das Verarbeitungsverfahren. Und das betrifft nicht nur die Industrie, sondern auch jede einzelne Person, die zuhause etwas mit Fett bzw. etwas Fetthaltiges anbrät. Die schädlichen Stoffe können also genauso am eigenen Herd in der eigenen Küche entstehen.

Bekannt ist aber auch, dass bei keinem anderen Öl so hohe Konzentrationen an GE und MCPD erreicht werden wie beim Palmöl. Manche Hersteller von Lebensmitteln geben deshalb an, das Palmöl nicht so hoch zu erhitzen und mit „kontrollierten Temperaturen“ zu arbeiten.

Palmöl kann vor allem für Säuglinge und Kinder bedenklich sein

Unter „tolerierbare tägliche Aufnahmemenge“  für 3-MCPD-Ester versteht man 2 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht. Deshalb kann es vor allem für Kinder gefährlich werden, da bereits wenige Palmölprodukte pro Tag reichen, um diesen Grenzwert zu überschreiten. Und das passiert schneller als man denkt, findet man Palmöl doch bereits in jedem zweiten Supermarktprodukt. Noch gefährlicher kann es allerdings für Säuglinge werden, die ausschließlich mit Flaschenmilchnahrung ernährt werden.

Aber warum verwenden Hersteller von Babynahrung Palmöl und greifen nicht auf andere Öle zurück?

Hersteller von Säuglingsnahrung verwenden Palmöl, um an das spezielle Fettsäuremuster in der Muttermilch heranzukommen. Genauer gesagt geht es hierbei um die Palmitinsäure, die sowohl im Palmöl, auch in der Muttermilch enthalten ist. In der Muttermilch sind 25 % aller Fettsäuren Palmitinsäure. Im Palmöl ist der Anteil der Palmitinsäure mit 32-57 % im Vergleich zu anderen Ölen recht hoch. Deshalb wird ein Mix an Ölen und Fetten und genau der Anteil an Palmöl verwendet, um zu diesen 25 % Palmitinsäure zu kommen. Schließlich ist es das Ziel der Produzenten, ihre Milchpulver der Muttermilch so ähnlich wie möglich zu machen, ist Muttermilch doch das Beste für Babys. Nur eine Mischung aus verschiedenen Fetten und Ölen ergibt dabei also ein Fettsäuremuster, das dem Fettsäuremuster der Muttermilch ähnlich ist. Ein Öl allein bringt nicht all die verschiedenen Fettsäuren in den Mengen, wie man sie in der Muttermilch findet.

Ein weiteres Plus für Palmöl: Ölpalmen haben unter den Ölpflanzen den höchsten Flächenertrag. Der Ersatz von Palmöl durch Kokos-, Soja-, Sonnenblumen- und Rapsöl hätte einen massiv höheren Flächenbedarf zur Folge.

Wir benötigen aussagekräftige Tests

Um zu eruieren, ob die Schadstoffe, die durch das Erhitzen des Palmöls entstehen, in den Säuglingsmilchen enthalten sind, benötigen wir aussagekräftige Tests. Die Informationen, die wir bei unserer Recherche im Internet gefunden haben, schienen uns insgesamt recht widersprüchlich. Deshalb möchten wir an dieser Stelle auf die unabhängige AGES verweisen. AGES ist die Abkürzung für „Österreichische Agentur für Ernährungssicherheit“. Eigentümervertreter sind das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz und das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus.

Im Zentrum der Aufgaben stehen der Schutz der Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen sowie die Sicherheit und Qualität der Ernährung und der Schutz der VerbraucherInnen vor Täuschung. Um dies zu gewährleisten analysiert, überwacht, bewertet, forscht und kommuniziert die AGES.

Zitat aus www.ages.at

Deshalb möchten wir die Testergebnisse der AGES von Ende Mai 2019 zitieren. Ziel des Tests war es, Fettsäureester und mehrere andere Kontaminanten und Rückstände in Säuglingsanfangsnahrung und Folgenahrung zu detektieren.

„67 Proben aus ganz Österreich wurden untersucht.
Keine Probe wurde beanstandet!“

Trotzdem verzichten einige Hersteller für Säuglingsnahrung auf Palmöl

Da Palmöl in den letzten Jahren aber immer wieder negativ im Fokus gestanden ist, haben sich immer mehr Produzenten dafür entschieden, auf Palmöl zu verzichten. Das ist aber natürlich noch längst kein Garant dafür, dass die Säuglingsnahrung aufgrund dessen besser oder schlechter ist. Sich nur aufgrund des Palmöls für die ein oder andere Säuglingsmilch zu entscheiden, wäre also absolut falsch. Bei der Säuglingsnahrung gibt es viel, viel mehr zu berücksichtigen, als nur das Palmöl bzw. das passende Fettsäuremuster. Hersteller für Säuglingsnahrung forschen schließlich nicht umsonst jahrzehntelang! Das Thema Säuglingsnahrung ist sehr komplex. Am Ende des Beitrags haben wir dazu noch einen Tipp für euch.

Im Folgenden möchten wir euch Beispiele für Hersteller von Säuglingsanfangsnahrungen ohne und mit Palmöl auflisten. Die Liste dient dabei rein dem Überblick. Die Reihenfolge haben wir willkürlich gewählt. Wir möchten kein Milchpulver hervorheben und bekommen von den Firmen auch nichts für unseren Artikel bezahlt. Er entstand rein aus unserem Interesse.

Palmöl in Säuglingsnahrung

In welchem Milchpulver ist kein Palmöl enthalten?

Hofer Zurück zum Ursprung BIO Anfangsmilch (Österreich)

„Zurück zum Ursprung verzichtet im Sinne des Umweltschutzes und der Nachhaltigkeit schon immer auf tropische Öle wie Palm- und Kokosöl. Selbstverständlich ist auch unsere Zurück zum Ursprung Bio-Anfangsmilch Pre palmölfrei.“

Zitat aus hofer.at

Stattdessen werden Öle wie Sonnenblumenöl, Rapsöl und Mikroalgenöl verwendet.

Milupa Aptamil Profutura Anfangsmilch Pre (Österreich)

Auch Milupa verzichtet in einer seiner Anfangsnahrungen auf Palmöl.

Stattdessen werden Rapsöl, Sonnenblumenöl, Kokosnussöl und Fischöl eingesetzt.

Nestle (Deutschland, Österreich, Schweiz)

Nestle hat ebenso mehrere palmölfreie Säuglingsanfangsnahrungen auf den Markt gebracht.

Deutschland und Österreich:

BEBA PRE, BEBA 1

Ernährungsinformation: Pflanzenöle 13,1% (Sonnenblume, Raps), […] FISCHÖL

BEBA EXPERT HA PRE, BEBA EXPERT HA 1

Ernährungsinformation: Pflanzenöle (Sonnenblume, Raps), […] Kokosfett, […], FISCHÖL

BEBA SUPREME PRE, BEBA SUPREME 1

Ernährungsinformation: pflanzliche Öle (11%) (Sonnenblume, Raps), […], Kokosfett, […], FISCHÖL

LITTLE STEPS PRE, LITTLE STEPS 1

Ernährungsinformation: pflanzliche Öle 22,3% (Sonnenblume, Raps), Kokosfett, […] FISCHÖL

Schweiz:

BEBA PRE , BEBA 1

Ernährungsinformation: Pflanzenöle (Sonnenblume, Raps), Kokosfett, FISCHÖL

BEBA EXPERT PRO HA PRE, BEBA EXPERT PRO HA 1

Ernährungsinformation:  Pflanzenöle (Sonnenblume, Raps), Kokosfett, FISCHÖL

BEBA Bio PRE, BEBA Bio 1

Ernährungsinformation: Pflanzenöle (Sonnenblume, Raps), FISCHÖL

LITTLE STEPS PRE, LITTLE STEPS 1

Ernährungsinformation: Pflanzenöle (Sonnenblume, Raps), Kokosfett, FISCHÖL

Bimbosan Bio Säuglingsmilch (Schweiz)

„Wir verwenden ausschliesslich hochwertige Schweizer Bio-Milch und verzichten bei der Herstellung konsequent auf die Verwendung von Palmöl.“

Zitat aus bimbosan.ch

Eingesetzt wird stattdessen Sonnenblumenöl, Kokosöl, Rapsöl und raffiniertes Fischöl.

Bambinchen Anfangsmilch 1 (Deutschland)

Die Firma Bambinchen in Norddeutschland bietet ebenso palmölfreie Babynahrung an.

Als Basis für die Anfangsmilch wird Ziegenvollmilch aus Neuseeland eingesetzt, in welcher bereits von Haus aus mehr Palmitin enthalten ist.

„Während Kuhmilch meist durch Molkezusatz und viele ­verschiedene Prozessschritte zur Säuglingsmilch modifiziert wird, durchläuft die Ziegenmilch für Bambinchen – bis auf den Trocknungsprozess – keine Veränderung durch Ver­arbeitung.“

Zitat aus bambinchen.de

Zudem werden Sonnenblumenöl und Rapsöl verwendet.

Holle Anfangsmilch 1 aus Ziegenmilch (Schweiz)

Holle hat im Repertoire seiner Anfangsnahrungen auch ein Milchpulver, das aus hochwertig erzeugter EU Bio-Ziegenmilch hergestellt wird. Hier ist ebenso ausreichend Palmitinsäure enthalten.

Zusätzlich werden Sonnenblumenöl und Rapsöl verwendet.

In welchen Säuglingsnahrungen ist Palmöl enthalten?

Wir möchten euch nun Beispiele für Hersteller nennen, die Palmöl in ihren Säuglingsnahrungen verwenden. Wie schon oben erwähnt, soll es keine Entscheidungshilfe für die Wahl einer Säuglingsnahrung sein. Die Liste haben wir erstellt, damit ihr einen Überblick über die verschiedenen Säuglingsnahrungen habt. Dabei war für uns, abgesehen von dem bereits aussagekräftigen Test der AGES (oben), besonders interessant, ob Bio-Palmöl aus nachhaltigem Anbau verwendet wird und ob aktuelle Tests auf Fettschadstoffe, wie GE und Glycidyl, vorliegen. Dazu haben wir bei den Herstellern selbst nachgefragt.

HiPP Bio-Anfangsmilch Pre (Deutschland)

Auf der Website von HiPP findet sich sehr viel Information zum Thema Palmöl. HiPP setzt nachhaltiges Bio-Palmöl zu fairen Bedingungen und nach strengen Qualitätsanforderungen für mehr Transparenz ein. Das verwendete Bio-Palmöl stammt aus RSPO-zertifizierten Quellen und es ist von der Rainforest Alliance (RFA) zertifiziert.

Ich habe nachgefragt und bekam auf die Frage, wie hoch das Palmöl erhitzt wird und ob es aktuelle Tests auf diesbezügliche Schadstoffe gibt, folgende Antwort:

„Palmöl wurde in den letzten Jahren aufgrund der enthaltenen Fettschadstoffe 3-MCPD- und Glycidyl-Fettsäureester sehr kritisch gesehen.

Für uns als Hersteller ist es selbstverständlich oberste Priorität, diese unerwünschten Substanzen zu reduzieren.
HiPP arbeitet dazu eng und mit großem Erfolg mit den Öl- und Fettlieferanten zusammen.

Eine der Maßnahmen betrifft die Temperatur bei der Raffination von Ölen. Diese wird so gestaltet, dass die Entstehung dieser kritischen Stoffe soweit wie möglich vermieden wird.

Um das Höchstmaß an Sicherheit bieten zu können und die wertvollen Inhaltsstoffe zu schonen, werden alle unsere Öle so heiß wie nötig und so kurz wie möglich erhitzt.

Die Temperatur ist nur eine der Maßnahmen die hier ansetzt.
Das HiPP BIO-Palmöl wird zudem auf zertifizierten Plantagen speziell für HiPP gesammelt und separat transportiert. Durch die Auswahl des richtigen Erntezeitpunktes, die Lagerung und den Transport in eigenen Containern anstelle von Tankschiffen kann HiPP die Fettqualität ebenfalls gezielt steuern.

Durch all diese Maßnahmen haben wir erreicht, dass die kritisierten Fettschadstoffe bei HiPP praktisch kein Thema mehr sind.

Diesen Erfolg bestätigt z.B. die Beurteilung des Ökotest-Magazins vom Mai 2019, in dem die beiden Anfangsnahrungen HiPP Pre BIO und HiPP Pre BIO Combiotik getestet wurden. Dieser Test bestätigt den Anspruch von HiPP, nur beste und sicherste Qualität zu liefern.

Wir verwenden ausschließlich sorgfältig geprüfte und ausgewählte Ölmischungen. Das HiPP Bio-Palmöl stammt zudem von zertifizierten Plantagen und ist im Vergleich zu anderen Pflanzenölen sehr nachhaltig: https://www.hipp.de/ueber-hipp/zutaten-entdecker/palmoel/#c32034 .

Der Anbau der Ölpalmen erfolgt nach ökologischen Grundsätzen und auf verantwortungsvolle Weise. Es findet keine Abholzung von Regenwald statt.

Es ist für uns wichtig, dass Eltern unsere HiPP Produkte rundherum mit einem guten und sicheren Gefühl anbieten können. Und das können sie – ganz gewiss!“

Neben dem Palmöl werden Rapsöl und Sonnenblumenöl eingesetzt.

 Löwenzahn Organics Bio Pre Anfangsmilch (Deutschland)

Löwenzahn Organics legt viel Wert auf zertifiziertes Bio-Palmöl in ihren Produkten, sowie auf eine optimale Nährstoffzusammensetzung, wie man auch auf der Website nachlesen kann. Auf meine Nachfrage habe ich eine ausführliche Antwort erhalten, die dies bestätigt.

„Wir nutzen Bio- und RSPO-zertifiziertes Palmöl für unsere Milch – und das ganz bewusst. Unser Ziel ist es, Babys mit unserer Milch die bestmögliche Nährstoffzusammensetzung für eine altersgerechte Entwicklung zu liefern.

Wir verwenden Palmöl in unserer Milch aufgrund der idealen Zusammensetzung der Fettsäuren, welche der menschlichen Muttermilch sehr ähnlich sind. Das hilft dem Baby dabei, einen funktionierenden Fettsäurestoffwechsel aufzubauen. Daneben verbessert Palmitinsäure die Aufnahme von Kalzium. Andere Fettquellen enthalten leider deutlich weniger Palmitinsäure.

Palmöl ist somit förderlich für eine gesunde Entwicklung deines Babys. Warum steht es dennoch in der Kritik? Bei der Verarbeitung des Öls besteht die Gefahr, dass sich so genannte 3-MCPD Fettsäuren und Glycidyl-Ester bilden. Diese stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Daher lassen wir jede einzelne Charge unserer Milchnahrung sowohl vom Produktionsbetrieb als auch von einem unabhängigen Labor u.a. auf 3-MCPD und Glycidyl-Ester testen. Dass es uns gelingt, die Fettschadstoffbelastung bis auf ein Minimum zu reduzieren, zeigt sich nicht nur in unseren Laboruntersuchungen, sondern wird auch durch unser Ökotest-Ergebnis von Mai 2019 bestätigt (3-MCPD/Glycidyl-Ester: Spuren/nicht nachweisbar).

Durch eine sorgfältige Rohstoffauswahl haben wir nicht nur Bio-, sondern auch RSPO-zertifiziertes Palmöl gefunden, das wir in unserer Milchnahrung verwenden. Wenn unsere Kunden sich genauer für die Herkunft des verwendeten Palmöls interessieren, können sie über den Transparenz-Code auf jeder Verpackung detailliertere Informationen zu allen Charge erhalten.

Die Anfangsmilch von Löwenzahn Organics wurde im Mai 2019 von ÖKO-TEST bewertet und kam im Bezug auf Palmöl zu folgendem Ergebnis:

„Von 16 getesteten Pre-Milchnahrungen haben im Mai 2019  insgesamt 6 mit “Gut” abgeschnitten. Niemand mit “Sehr gut”. (…)
Besonders die Menge an Fettschadstoffen wie 3-MCPD- und Glycidyl-Estern, die natürlicherweise bei der industriellen Reinigung und Erhitzung von pflanzlichen Fetten und Ölen entstehen, sind zurückgegangen.
3-MCPD-Ester / Gylcidylester: Spuren / nein.“

Zitat aus loewenzahnorganics.com

Zusätzlich werden Sonnenblumenöl und Rapsöl eingesetzt.

Bebivita (Deutschland)

Bebivita garantiert durch ständige Kontrollen und Überprüfungen ein Höchstmaß an Sicherheit.

„Umfangreiche Rohstoffkontrollen und ständige Überprüfungen während der Produktion geben ein Höchstmaß an Sicherheit. Durch modernste Methoden ist es unserem Labor möglich, selbst kleinste Rückstände in Rohstoffen nachzuweisen.

Doch nicht nur die Rohstoffe, sondern auch das fertige Produkt selbst durchläuft bis zu seiner Auslieferung eine Vielzahl an Tests und Kontrollen.
Das gibt ihrem Liebling die Sicherheit, schadstofffreie Produkte mit besten Zutaten zu erhalten.“

Zitat aus bebivita.de

Auch bei Bebivita habe ich genauer nachgefragt und folgende Stellungnahme erhalten:

Bitte seien Sie versichert, Bebivita Milchnahrungen sind für die gesunde Ernährung des Babys auf jeden Fall geeignet. Das von uns verwendete Palmöl stammt aus nachhaltigem Anbau.

Für alle unsere Säuglingsmilchnahrungen verwenden wir eine Mischung aus Palm-, Raps- und Sonnenblumenöl. Palmöl enthält einen hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren. Das dient dazu, in der Mischung mit anderen Ölen ein Fettsäuremuster zu erreichen, das dem der Muttermilch sehr ähnlich ist.

Wir setzen also das Palmöl ganz gezielt ein, um der Muttermilch so nahe wie möglich zu sein.

Palmöl ist seit kurzem aufgrund enthaltener Fettschadstoffe in den Vordergrund gerückt. Die diskutierten Schadstoffe können bei der Raffination von pflanzlichen Fetten entstehen und sind leider nicht vollständig zu vermeiden. Nur ein hochgereinigtes (raffiniertes) Fett ist für die sichere Ernährung von Babys und Kleinkindern geeignet.

Wir bei Bebivita tun natürlich alles dafür, die Gehalte dieser unerwünschten Stoffe soweit als möglich zu reduzieren und prüfen das auch. Dass uns das sehr gut gelingt, das bestätigt auch der aktuelle Öko-Test-Bericht vom Mai 2019. Bei unserer Bebivita Pre Milch spielen diese Fettschadstoffe praktisch keine Rolle (Spuren oder nicht nachweisbar).

Unsere Bebivita Milchnahrung wie z.B. Bebivita Pre Anfangsmilch ist daher ideal für die sichere und gesunde Ernährung Ihres Babys geeignet.

Neben dem Palmöl werden Rapsöl und Sonnenblumenöl eingesetzt.

Töpfer Lactana Bio Anfangsmilch Pre (Deutschland)

Auch bei Töpfer steht höchste Qualität im Vordergrund. Auf meine Nachfrage zum Thema Palmöl bekam ich eine ausführliche Antwort:

Zunächst einmal können wir Ihnen versichern, dass Sie mit unseren Töpfer-Produkten Babynahrung in höchster Bio-Qualität und mit sorgfältig ausgewählten, streng kontrollierten Zutaten erhalten. Dies gilt natürlich auch für das Palmöl, das in unseren Produkten verarbeitet ist: Wir verwenden für unsere Babynahrungsprodukte reines Palmöl aus biologischer Erzeugung.

Das bedeutet, dass unser Lieferant die Vorgaben der EU-Bio-Verordnung erfüllt. Beispielsweise dürfen beim Anbau unseres Bio-Palmöls keine künstlichen Dünger und Pestizide eingesetzt werden. Zugleich ist unser Lieferant Mitglied des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) sowie Mitgründer der Palm Oil Innovation Group (POIG), deren Verpflichtungen im Hinblick auf Umweltschutz und eine soziale Produktion noch über die RSPO-Anforderungen hinausgehen.

Die Zertifizierung unseres Lieferanten durch diese beiden Organisationen stellt sicher, dass das Palmöl zusätzlich zu den EU-Bio-Vorgaben auf besonders nachhaltige Weise erzeugt wird – also ohne die Rodung von Waldflächen und unter Einhaltung von Sozialstandards für die Arbeiter

Richtig ist, dass Palmöl – wie auch viele andere pflanzliche Öle – MCPD-Fettsäureester (MCPDE) und Glycidol-Ester (GE) enthält. Man vermutet, dass sie in höheren Dosierungen erbgutschädigend und karzinogen wirken könnten. Geringe Mengen dieser Stoffe wurden erst in jüngster Zeit aufgrund der immer sensibleren Labormethoden in verschiedenen Lebensmitteln entdeckt, sie sind darin jedoch unbemerkt vermutlich schon seit Jahrzehnten vorhanden.

Es gibt bisher auch keine Hinweise auf gesundheitliche Probleme bei Kindern, die mit industriell gefertigter Säuglingsmilch ernährt wurden.

Bei 3-MCPD-Ester liegen wir unter der tolerierbaren täglichen Aufnahmemenge laut EFSA ( Europäische Behörde  für Lebensmittelsicherheit). Glycidyl Ester ist in unseren Milchen nicht nachweisbar, was auch von Stiftung Ökotest  ( 5/19) bestätigt wurde. Wir haben mit der Note „Gut“ abgeschnitten

Auf Palmöl zu verzichten ist weder unter ernährungsphysiologischen noch unter Nachhaltigkeitsaspekten eine Lösung: Gerade für Babymilchnahrung ist die Mischung der Fettsäuren von Palmöl besonders geeignet, denn sie kommt der Zusammensetzung von Muttermilch sehr nahe. Außerdem erfüllt Palmöl die rechtlichen Anforderungen für Babynahrungszutaten ebenso wie die wissenschaftlichen Empfehlungen.

Dazu kommt, dass unsere Rezeptur mit Bio-Palmöl besonders gut verträglich für Babys ist. Unabhängig davon löst ein Austausch von Bio-Palmöl durch andere Pflanzenöle generell die bestehenden Probleme nicht, wie auch eine aktuelle Studie des WWF bestätigt. Insbesondere Kokos- und Sojaöl benötigen im Anbau mehr Fläche und verursachen mehr Treibhausgasemissionen (Studie „Auf der Ölspur: Berechnungen zu einer palmölfreieren Welt“, Juli 2016).

Wir möchten an dieser Stelle außerdem betonen, dass der Einsatz von Palmöl für uns kein preislicher Vorteil ist. Im Gegenteil: Aufgrund der dargestellten Besonderheiten hat unser Bio-Palmöl im Vergleich zu anderen Pflanzenölen einen deutlich höheren Preis, den wir jedoch im Sinne unserer Qualitätsphilosophie für gerechtfertigt halten.

Wir hoffen, damit Ihre Fragen umfassend beantwortet zu haben. Bei Rückfragen stehen wir natürlich gerne zur Verfügung!“

Das Allgäuer Biomilcherzeugnis enthält neben Palmöl Sonnenblumenöl, Rapsöl und Fischöl.

 Milupa Milumil Pre Anfangsmilch (Österreich)

Milupa ist ebenso sehr bemüht, den Qualitätsstandard so hoch wie möglich zu halten.

Auf meine genauere Nachfrage erhielt ich folgende, ausführliche Antwort:

„In Bezug auf die häufig in Zusammenhang mit Palmöl diskutierten Fettsäureester 3-MCPD-Ester und Glycidyl-Ester (GE) möchten wir Verbrauchern versichern, dass alle unsere Produkte sicher und optimal für die Ernährung von Säuglingen geeignet sind. Sie entsprechen den strengen gesetzlichen EU Vorgaben für die Herstellung von Produkten für Säuglinge und Kleinkinder.

Bezüglich 3-MCPD-Ester liegen die Werte unserer Produkte alle deutlich unterhalb des aktuellen EFSA Richtwertes einer täglich tolerierbaren Aufnahmemenge (TDI) von 2 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht. Auch in Bezug auf Glycidyl-Ester erfüllen wir den strengen gesetzlichen EU-Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kilogramm Pulver. Tests zeigen, dass unsere Produkte bei GE unterhalb der Nachweisgrenze von <100 Mikrogramm pro Kilogramm Fett liegen und sie damit sogar die noch strengeren Empfehlungen der EFSA erfüllen.

Dies ist uns beispielsweise gelungen, indem die unverzichtbare Reinigung der genutzten Fette und Öle bei einer möglichst niedrigen Temperatur erfolgt. Denn Fettsäureester entstehen natürlicherweise bei der Reinigung und Erhitzung von Fetten und Ölen. So konnten wir den 3-MCPD-Ester-Gehalt seit der Entdeckung dieser Verbindungen 2007 bereits um 80 Prozent senken. 

Um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, den Gehalt von Fettsäureestern in unseren Produkten noch weiter zu senken, arbeiten wir weiterhin eng mit unseren Lieferanten, unseren Industriepartnern und den Behörden zusammen. Allerdings sind die Möglichkeiten dadurch begrenzt, dass die Raffination der eingesetzten pflanzlichen Öle und Fette unverzichtbar ist, um unerwünschte Rückstände aus Umwelt und Natur – wie zum Beispiel Schwermetalle – zu entfernen. Der Verzicht auf Fette oder Öle stellt hierbei ebenfalls keine Alternative dar, da Säuglingsnahrungen eine ganz spezielle Fettsäuremischung benötigen.

Milupa engagiert sich verantwortungsvoll für die nachhaltige Produktion von Palmöl
Um beim Einsatz von Palmöl die ökologischen Auswirkungen unseres Handelns möglichst positiv zu gestalten, sind wir an zahlreichen Initiativen beteiligt, wie beispielsweise

Milupa/Danone ist Mitglied des „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO), den der World Wide Fund For Nature (WWF) 2004 ins Leben gerufen hat. Der RSPO hat es sich zur Aufgabe gemacht, globale, ökologische und soziale Standards für eine nachhaltige Palmölproduktion zu entwickeln und einzuführen.

Milupa/Danone ist zudem Mitglied der „Palmoil Innovator Group“ (POIG). Ziel dieser Gruppe, die sich aus Produzenten sowie verschiedenen Nichtregierungsorganisationen zusammensetzt, ist es, soziale und ökologische Kriterien zu erfüllen, die über die Anforderungen des RSPO hinausgehen.

Dieses Engagement im RSPO sowie im POIG hat unter anderem dazu geführt, dass Milupa im aktuellen Palmöl-Index des WWF die drittbeste Platzierung (von 255 Unternehmen) in Bezug auf nachhaltigen Umgang mit Palmöl belegt. (Ilka Petersen, WWF Deutschland: „Der Palmöl-Check: Scorecard 2017 – Die Bewertung der Einkaufspolitik deutscher Käufer und Verarbeiter von Palmöl“, unter:
https://mobil.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-Palm-Oil-Scorecard-2017.pdf)

Nochmals möchten wir Ihnen nachdrücklich versichern, dass unsere Produkte sicher und für die Ernährung von Babys und Kleinkindern geeignet sind. Wir tun alles, um unsere Produkte weiterhin kontinuierlich zu verbessern, damit sie immer höchsten Standards entsprechen.“

Milupa Mail

Neben dem Palmöl werden außerdem Kokosnussöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl und Fischöl eingesetzt.

DMBio und Babylove von Drogeriemarkt DM

– DMBio Anfangsmilch Pre

– Babylove Anfangsmilch Pre

DM hat meine Fragen bezüglich Palmöl an die zuständige Fachabteilung weitergeleitet und folgende Informationen an mich gesendet:

„Für unsere Babynahrungsprodukte verwenden wir ausschließlich Palmöl aus biologischer Erzeugung gemäß der EU-Bio-Verordnung. Dementsprechend sind beim Anbau beispielsweise keine synthetischen Dünger und Pestizide erlaubt. Zugleich ist unser Lieferant Mitglied des Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) sowie Mitgründer der Palm Oil Innovation Group (POIG), deren Verpflichtungen in Hinblick auf Umweltschutz und eine soziale Produktion noch über die RSPO-Anforderungen hinausgehen. Die Zertifizierung unseres Lieferanten durch diese beiden Organisationen stellt sicher, dass das Palmöl zusätzlich zu den EU-Bio-Vorgaben auf besonders nachhaltige Weise erzeugt wird. Das heißt ohne die Rodung von Waldflächen und unter Einhaltung von Sozialstandards für die Arbeiter. Die Kritikpunkte an der Erzeugung von konventionellem Palmöl treffen somit auf unser Bio-Palmöl nicht zu.

Darüber hinaus wird das in unseren Babynahrungsprodukten verwendete Bio-Palmöl speziell für diesen Zweck hergestellt. Neben Anbau und Ernte betrifft das insbesondere auch die Raffination: Wie auch viele andere raffinierte Pflanzenfette enthält Palmöl MCPD-Fettsäureester (MCPDE) und Glycidol-Ester (GE). Wir beziehen jedoch ausschließlich Bio-Palmöl, bei dem durch eine gezielte Auswahl der Rohwaren und durch ein besonderes Herstellungsverfahren der Gehalt an MCPDE und GE stark reduziert wird. Gemeinsam mit unserem Lieferanten arbeiten wir außerdem stetig daran, die Werte noch weiter zu senken.

Auf Palmöl zu verzichten ist weder unter ernährungsphysiologischen noch unter Nachhaltigkeitsaspekten eine Lösung. Gerade für Babymilchnahrung ist das Gesamtpaket an Fettsäuren und Fettbegleitstoffen von Palmöl besonders geeignet, da es in dieser Hinsicht sehr nahe an der Zusammensetzung von Muttermilch liegt und die rechtlichen Anforderungen ebenso erfüllt wie die wissenschaftlichen Empfehlungen für solche Produkte.

Unabhängig davon löst ein Austausch von Bio-Palmöl durch andere Pflanzenöle generell die bestehenden Probleme nicht, wie auch eine aktuelle Studie des WWF bestätigt. Insbesondere Kokos- und Sojaöl benötigen im Anbau mehr Fläche und verursachen mehr Treibhausgasemissionen (Studie „Auf der Ölspur: Berechnungen zu einer palmölfreieren Welt“, Juli 2016).“

Für beide Anfangsnahrungen werden neben Palmöl Rapsöl und Sonnenblumenöl verwendet.

Holle Bio Pre Anfangsmilch (Schweiz)

Holle legt viel Wert auf höchste Qualität und regelmäßige Tests. Neben einer Anfangsmilch mit Palmöl gibt es auch ein Milchpulver ohne Palmöl. Auf meine Nachfrage bekam ich eine schnelle Antwort:

„Als Hersteller von biologisch-dynamischer Säuglingsnahrung und ältester Produzent mit Demeter-Lizenzvertrag sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber Mensch und Umwelt bewusst.
Das von Holle eingesetzte Palmöl stammt aus Kolumbien und ist RSPO zertifiziert. Wir verwenden ausschliesslich Bio-Palmöl aus nachhaltigem Anbau, welches die gleichen Zertifizierungsstandards erfüllen muss wie Bio-Produkte in der Schweiz und in der EU. Das Palmöl wird als Permakultur angebaut und ein Einsatz von Pestiziden findet nicht statt.

Weitere Infos zu Palmöl finden Sie auch auf unserer Nachhaltigkeits-Page:
https://holle-nachhaltigkeit.ch/holle-palmoel-ist-nachhaltig/

Wenn Sie auf Palmöl verzichten möchten, kann ich Ihnen unsere Holle Milchnahrung auf Ziegenmilchbasis empfehlen. Diese ist palmölfrei.

Unsere Milchnahrungen werden regelmässig auf 3-MCPD und Glycidyl-Fettsäureester getestet und die Ergebnisse sind stets gut, sodass ich Sie beruhigen kann, dass unsere Milchnahrungen die strengen Vorgaben für Babynahrung erfüllen und für die Ernährung von Babys geeignet sind.“

Palmöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Fischöl werden zusätzlich verwendet.

  Rossmann Babydream Anfangsmilch Pre

Rossmann hat meine Anfrage bezüglich Palmöl an ihren Hersteller weitergeleitet und folgende Antwort des Herstellers an mich weitergeschickt:

„Aus ernährungsphysiologischer Sicht stellt Palmöl aufgrund des Fettsäurenprofils eine qualitativ hochwertige Ölquelle dar. In Säuglingsnahrung wird Palmöl verwendet, da es sehr gut als Basis-Öl für die Erzielung von Fettsäureprofilen dient, welche sich wiederum am Muster der Muttermilch orientieren.

Für die Babydream Milchnahrungen wird ausschließlich nach RSPO zertifiziertes, nachhaltiges Palmöl verwendet.

Unerwünschte Begleitstoffe wie MCPD-Ester und Glycidol-Fettsäureester entstehen bei der Raffination vieler pflanzlicher Öle wie beispielsweise Sojaöl, Rapsöl oder auch Palmöl. Der Gehalt dieser Substanzen ist nur bei der Herstellung der Öle in einem gewissen Maße zu beeinflussen. Bei der Weiterverarbeitung durch die Hersteller der Milchnahrungen kann auf den Gehalt in der Säuglingsnahrung keinen Einfluss genommen werden. Um die Gehalte so niedrig wie möglich zu halten und die gesetzlichen Regelungen einzuhalten, werden nur ausgewählte Rohwaren für unsere Milchnahrungen verwendet. Außerdem werden selbstverständlich regelmäßige Kontrollen der Rohwaren und der Fertigprodukte durchgeführt.

Für weitere Fragen stehen meine Kollegen vom Rossmann Kundenservice und ich Ihnen gerne zur Verfügung!“

Folgende Firmen haben einer Veröffentlichung NICHT zugestimmt

Obwohl mir alle folgenden Firmen sehr nett geantwortet haben, haben sie einer Veröffentlichung des Textes hier in unserem Artikel nicht zugestimmt:

  • Novalac (mit der fragwürdigen Begründung, dass die Inhalte des Textes für die Konsumenten bestimmt sind)
  • Müller
  • Humana
  • Milasan

Fazit

Stillen ist das Beste für Babys denn die Zusammensetzung der Muttermilch bietet dem Baby stets ideale Nährstoffbedingungen.

Oft ist es aber, aus welchem der vielfältigen Gründe auch immer, nicht möglich oder man ist darauf angewiesen zuzufüttern. In diesen Fällen sind wir als Eltern froh und dankbar, wenn man sich auf die Qualität der Säuglingsanfangsnahrungen verlassen kann. Zudem findet sich das Milchpulver auch in der Folgenahrung bzw. im Milchpulver, das man später für den Milchbrei verwendet. Es begleitet viele Eltern und Babys also länger als nur in der Anfangszeit.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass jeder selbst entscheiden muss, welche Anfangsnahrung er seinem Baby geben möchte.

Fest steht, dass die meisten Hersteller wirklich sehr bemüht sind, den hohen Anforderungen gerecht zu werden. Viele forschen dabei noch weit über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Durch ständige Kontrollen und Tests kann man sich sicher sein, dass sein Baby gut versorgt ist, sonst wäre das Produkt schließlich nicht auf dem Markt. Das Gesetz für Säuglingsanfangs- und Folgenahrung ist nämlich sehr streng.

Trotzdem lohnt es sich, kritisch zu sein und Testergebnisse zu hinterfragen. Ich möchte an dieser Stelle vor allem auf die Tests der AGES verweisen, denn nur diese sind bindend. Auch auf „oekotest.de“ und „Stiftung Warentest“ findet ihr Tests mit Säuglingsnahrungen, welche jedoch genau zu hinterfragen sind. Hier ein gutes Beispiel dazu: https://www.aptaclub.at/aptamil-produkte/forschung/forschungsergebnisse/stellungnahme-oekotest.html?gclid=CjwKCAjw5Kv7BRBSEiwAXGDElaM59YgBwyKP8Zupn-L8_e1XahcfCv26GDQWQrr4tVtLqitDfpi4OxoCjEUQAvD_BwE&gclsrc=aw.ds . Vorsichtig sollte man auch bei anderen, zwielichtigen Tests sein, die im Internet kursieren. Darunter können sich auch gefälschte Tests mit falscher Information befinden.

Bei meinen Recherchearbeiten ist mir generell aufgefallen, dass im Internet viel Falschinformation kursiert – vor allem zum Thema Palmöl in Säuglingsnahrung – und damit für Verunsicherung bei den Eltern sorgt. Ich hoffe, mit unserem Beitrag konnten wir ein wenig Licht ins Dunkel bringen und für Aufklärung sorgen.

Noch ein Tipp für euch am Ende: Viele Hersteller für Säuglingsnahrungen bieten einen großartigen Infoservice für Eltern an. Nutzt ihn doch! Nur sie befassen sich schon lange intensiv mit der komplexen Materie und verfügen über das nötige Fachwissen.

Palmöl in Säuglingsnahrung

Du bist nun am Ende des Artikels angelangt. Aber bevor du die Seite verlässt, würde ich mich sehr über deine Meinung freuen. Achtest du auf Palmöl in Babynahrung? Oder war das bisher kein Thema für dich? Verwendest du für dein Baby Milchpulver mit oder ohne Palmöl? Und hat dir unser Beitrag geholfen? Schreib uns doch einen Kommentar!

Danksagung

Wir möchten uns bei Frau Demitsch (Ernährungswissenschafterin bei Milupa) ganz herzlich bedanken, die durch ihr langjähriges Fachwissen wertvolle Informationen zu unserem Artikel beigesteuert hat. Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Weiterführende Links:

https://www.ages.at/download/0/0/0fa55ae0f5c5261c7e32776848648220cc86e875/fileadmin/AGES2015/Das_Unternehmen/Dateien/AGES_Infofolder.pdf

https://www.wwf.de/fileadmin/user_upload/WWF-Palm-Oil-Scorecard-2017.pdf

Quellenangabe

https://www.codecheck.info/news/Krebsgefahr-durch-Palmoel-in-Babynahrung-200214

https://www.google.com/amp/s/www1.wdr.de/wissen/mensch/palmoel-krebs-babynahrung-100.amp

https://www.rossmann.de/de/baby-und-kind-babydream-anfangsmilch-pre/p/4305615540436

https://de.holle.ch/de_DE/bio-anfangsmilch-1-aus-ziegenmilch

https://www.humana.de/produkte/detailansicht/anfangsmilch-pre/

https://www.bambinchen.de/de/bambinchen-babynahrung/

https://www.aptaclub.at/aptamil-produkte/milchnahrung/aptamil-pre-pronutra-advance-anfangsmilch.html

https://www.milasan.de/babys-ernaehrung/saeuglingsmilch/https://de.m.wikipedia.org/wiki/Palmöl

https://www.oekotest.de/kinder-familie/Babynahrung-im-Test-Nur-fuenf-Pre-Milchpulver-sind-gut_111647_1.html.amp

https://www.hipp.de/ueber-hipp/zutaten-entdecker/palmoel/

https://www.loewenzahnorganics.com/magazin/oeko-test-bewertet/

https://www.deutschlandfunk.de/palmoel-in-babynahrung-schadstoffe-mit-jeder-mahlzeit.697.de.html?dram:article_id=412907

https://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/saucen-und-oele/palmoel

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