Hast du die Vermutung, dass dein Kind das Dreitagefieber haben könnte? Ich möchte dir an dieser Stelle unsere Erfahrung mit dem Dreitagefieber schildern.

Denn so wie du, habe ich, als es soweit war, das Internet nach Erfahrungen durchforstet, weil gerade Wochenende war und keine Kinderarztpraxis in der Nähe offen hatte und die nächste Kinderklinik eine Stunde von uns entfernt war.

Wie fing es also an?

Wie gesagt, es war Wochenende nachmittags und unser Kleiner kam mir plötzlich am Kopf heißer vor als sonst. Ich dachte mir zunächst nichts dabei. Wo sollte er denn gerade jetzt einen Infekt aufgegabelt haben, wo wir doch nur zuhause waren und keinen Besuch hatten.

Aber weit gefehlt. Denn unser Kleiner wurde immer heißer und war zunehmend schlecht drauf, als ich zum Ohr-Fieberthermometer griff und maß. Er zeigte 39,1 Grad Fieber an.

Da Wumbi nicht gut drauf war und ich ihm Schmerzen ersparen wollte, verabreichte ich ihm ein entsprechendes Fieberzäpfchen und hoffte, dass sich sein Zustand gleich verbessern würde.

Das Fieber sank schließlich ca. eine Stunde später merklich. Trotz alledem fühlte sich Wumbi allem Anschein nach keineswegs gut. Er weinte, wollte nur getragen werden und Körpernähe spüren. Irgendetwas stimmte nicht mit ihm.

In diesem Moment schloss ich aus, dass das Ganze von den Zähnen kommen könnte, da er ja gerade zahnte und man die 4 oberen Schneidezähne bereits durchblitzen sah.

2 Stunden später schnellte das Fieber wieder in die Höhe und Wumbis Zustand war alles andere als gut. Er war weinerlich, schläfrig, wollte nur getragen werden. Schließlich gab ich ihm am Abend noch ein Zäpfchen.

In der Nacht konnten wir alle nicht schlafen, weil Wumbi so unruhig war. Die Wirkung des Schmerzmittels hielt wieder nicht lange an und so haben wir ihn die restliche Nacht durch das Haus getragen, gestillt und versucht zu beruhigen, bis es irgendwann draußen wieder hell wurde.

Der nächste Tag war für uns alle bescheiden. Wumbi hatte immer noch Fieber (immer ca. bei 39 Grad) und wir alle hatten kaum ein Auge zugemacht. Wumbi wollte nichts essen und drehte den Kopf beiseite. Glücklicherweise war trinken kein Problem. Wir boten ihm ständig Wasser an, welches er auch annahm.

Die Frage, ob wir mit ihm in die nächstgelegene Kinderklinik fahren sollten, stand immer im Raum. Dennoch entschieden wir uns dagegen, weil Wumbi einerseits gut auf uns reagierte und weil wir uns noch in der Coronakrise befanden und wir wirklich nur in absoluten Notfällen die Klinik betreten wollten.

Sprachen wir Wumbi an oder versuchten mit ihm zu spielen, schaute er uns immer an und reagierte auf uns. Absolut wichtig war auch das Trinken für uns. Hätte er das nicht gemacht, wären wir wohl sofort los und hätten es ärztlich abklären lassen.

Wir beschlossen also abzuwarten und hofften auf Besserung.

Sein Zustand besserte sich dann Gott sei Dank am dritten Tag. Er begann wieder ein wenig zu spielen und man merkte, dass es ihm besser ging. Uns fiel ein Stein vom Herzen.

Doch am Abend der Rückschlag. Wumbi bekam wieder Fieber und wurde brennheiß. Die ganze Nacht, bis ich ihm aus Verzweiflung einen Fiebersaft verabreichte.

Am nächsten Morgen, es war nun Tag 4, fühlte sich seine Stirn wieder etwas besser an. Als ich ihn zum Wickeln umzog, fiel mir ein rotfleckiger Ausschlag auf und ich musste sofort an das Dreitagefieber (eine akute, hochansteckende Viruserkrankung, die durch Herpesviren ausgelöst wird) denken. Der Ausschlag beschränkte sich auf Brustkorb, Bauch und Rücken und kam kurze Zeit später auch im Gesicht.

Ausschlag Dreitagefieber
Ausschlag Dreitagefieber

Wumbi fühlte sich nun zunehmend fitter, aß wieder wie zuvor und beschäftigte sich mit seinem Spielzeug. Ab diesem Zeitpunkt ging es steil bergauf.

Der Ausschlag blieb für 2 Tage, verschwand von allein und schien Wumbi nicht zu stören.

Fazit

Wüsste man im Vorhinein, welche Krankheit ein Baby oder Kind gerade ausbrütet, wäre die Welt um einiges einfacher.

Ich würde euch in jedem Fall raten, bei Unsicherheiten immer euren Kinderarzt zu kontaktieren.

Mit der Zeit, Erfahrung und mit Geschwisterkindern bekommt man irgendwann ein Gespür dafür, wann man das kranke Kind noch zuhause betreuen kann und wann es besser ist, ärztlichen Rat einzuholen.

Bei uns verlief das Dreitagefieber sehr schleppend und es war dementsprechend anstrengend für uns alle. Ich habe aber auch schon von Familien gehört, deren Babys das Dreitagefieber weggesteckt haben, als wäre nie etwas gewesen.

Wie hat dein Kind auf das Dreitagefieber reagiert? Lass uns doch einen Kommentar da und schildere uns deine Erfahrungen.

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